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Faires Spiel mit Fairtrade-Handbällen beim Hagener SV

Hagener Sportverein erhält Handbälle von der Fairtrade-Steuerungsgruppe

Fairplay – faires Spiel – ist für die Handballer des Hagener Sportvereins selbstverständlich. Jetzt können sie auch mit fair produzierten und gehandelten Bällen spielen. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Gemeinde überreichte in der Kreissporthalle jetzt gleich einen ganzen Karton voller Handbälle: sehr zur Freude der elf Jugend- und zwei Erwachsenenmannschaften

Die Idee zu der Spende für die knapp 150 Sportler habe eine längere Geschichte, wie Karin Rothmann, Sprecherin der ehrenamtlich arbeitenden Gruppe, erzählt: „Wir haben 2017 den mit 10 000 Euro dotierten Sonderpreis ,Hauptstadt des fairen Handels‘ gewonnen für unsere Idee, eine „Fairverbindung“ zwischen Hagen und Brake auf der anderen Weserseite zu schaffen.“ Bei der Preisverleihung in Saarbrücken sei sie dann auch nach der Verwendung des Gewinns gefragt worden. „Ich hatte immer mit Kindern zu tun“, so die pensionierte Lehrerin. Daher seien ihr gleich Kinder und Jugendliche und der Hagener Sportverein in den Sinn gekommen.

Begeistert von dieser Idee und dem Geschenk sind nicht nur die Spieler. Auch Joachim Eickhoff, Abteilungsleiter der Handballsparte, freut sich über die Erweiterung der Ausstattung: „Die Bälle liegen gut in der Hand“, bescheinigt der passionierte Handballspieler den fairen Bällen auch gleich eine gute Qualität. Sie tragen das Fairtrade-Siegel und würden so nachweislich unter fairen Bedingungen produziert, wie Karin Rothmann erklärt. Dazu gehörten gute Arbeitsbedingungen, eine korrekte Bezahlung und vor allem keine Kinderarbeit. „Wenn wir uns für fairen Handel einsetzen, ist es für uns ebenso wichtig, dass alle Kinder unter fairen Bedingungen, ohne Angst, ohne Hunger und ohne Arbeit aufwachsen“, betont sie, während die gerade erst überreichten Bälle bereits in der Halle zum Einsatz kommen.

Joachim Eickhoff ist von der Idee so angetan, dass er über eine eigene Bestellung von fairen Bällen durch den Verein bereits laut nachdenkt. Die Steuerungsgruppe, bei diesem Termin vertreten durch Gabriele Kasper, Julian Diers und Axel Popanski, hat noch mehr faire Bälle zu verschenken. „Die nächste Übergabe findet bei einem Turnier statt, bei dem es auch ein faires Frühstück mit den Eltern und Großeltern der Kinder geben soll“, kündigt Karin Rothmann an. Auch Basketbälle sollen im Laufe des Jahres an die Kinder übergeben werden, die in den Vereinen aktiv sind.


Quelle: Weser-Kurier vom 05.03.2019 verfasst von Andrea Grotheer